Erfolg führt zu Erfolg

von | Okt. 23, 2017 | Allgemein, Führung, Strategie & Kommunikation

In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, wie Sie leichter im Training bleiben und auch auf dem Laufband erfolgreich sind, insbesondere wenn die Motivation nach einem Rückschlag verloren geht. Denn gerade in Verbindung mit Sport und Bewegung fehlt häufig bereits im Ansatz das richtige Mindset.

Jeden Tag ein Erfolg

Was war heute Ihr größter Erfolg? Was war heute ein entscheidendes Erfolgserlebnis? Es gab keins, zählt nicht! Es gibt immer einen Erfolg, und sei es nur eine kleiner oder ein Teilerfolg. Wir begehen zu häufig den Fehler, dass wir uns unsere Erfolge nicht ausreichend bewusstmachen.
Auch Albert Einstein erkannte:

„Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei der Tätigkeit den Erfolg sofort sieht“.

Es ist also wichtig, stets die eigenen Erfolge zu reflektieren, wie sich in folgendem Beispiel erkennen lässt:

Der US-Amerikanische Kunstturner Bart Connor erlitt neun Monate vor den olympischen Sommerspielen 1984 eine Verletzung am linken Bizeps. Der Traum vom olympischen Gold schien in weiter Ferne. Doch Connor kämpfte sich trotz Operation durch intensive Therapie in den Leistungskader zurück und gewann schließlich Gold mit der Mannschaft und als Einzelathlet am Barren.

Als Grund für diese Leistung nannte er, dass ihn seine Eltern als Kind oft vor dem Schlafen gefragt hatten: Was war heute dein größter Erfolg? Die Sicht auf das Erreichte, und nicht das unerreichte, eines jeden Tages half ihm durch den Prozess der Genesung und des harten Trainings

Die Perspektive ist wichtig

Entscheidend ist der Blickwinkel auf die Situation. Anstatt sich an der Verletzung, der Enttäuschung und den Schmerzen aufzureiben, wurde der Fokus schnell auf den Fortschritt der Genesung gelegt.

Kleine Erfolge im Training führten zu weiteren Erfolgen. Dieses Prinzip des US-Soziologen Robert K. Merton, wurd bekannt als das Prinzip der positiven Rückkopplung: success breeds success – Erfolg führt zu Erfolg.

Demnach hilft die durch das Feiern kleiner Erfolge entstehende Motivation zum Erreichen neuer kleiner Erfolge. Die Kette führt letztendlich zum Gesamtziel. Schon in frühesten Zeiten wurde dieses Phänomen als Matthäus-Effekt bekannt. Die Namensgebung dieses Effekts spielt auf das Matthäusevangelium aus dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten an:

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“

– Mt 25,29 LUT

Die Philosophie

Mertons Prinzip sollte nicht als Empfehlung verstanden werden, Fehler und Misserfolge zu ignorieren. Denn auch die Evaluation von Misserfolgen sei ein essentieller Faktor für eine positive Entwicklung. Hier geht es vielmehr um das richtige, grundlegende Mindset um die Motivation über einen längeren Zeitraum trotz Rückschlägen aufrechtzuerhalten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer persönlichen nächsten Mission.

Ihr VisionGesundTeam.


Weiterführende Literatur:

Robert K. Merton (1938): Social Structure and Anomie, veröffentlicht durch: American Sociological Association.

Über den Autor/ die Autorin

Michael Bode

Michael Bode

Er hat einen Abschluss der Wirtschaftspsychologie (B. Sc.) mit dem Fokus betrieblicher Gesundheits-psychologie und ist Ökonom und Sportwissenschaftler (M. Sc. & B. A.). Bei VisionGesund liegt sein Arbeitsfokus in der Analyse psychischer Belastung mittels quantitativer und qualitativer Verfahren. Eine besondere Leidenschaft besteht in der Auswahl und Bewertung passgenauer Analyseinstrumen-te für Mitarbeitendenbefragungen. Neben ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten runden die Entwicklung zielgruppenspezifischer Kommunikationspläne sowie die Steuerung und Umsetzung von Projekten sein Profil ab. Seit 2016 gehört er zum Berater:innenteam West der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) – der zweitgrößten gesetzlichen Unfallversicherung. Sein umfangreiches Wissen zu den gesetzlichen Ansprüchen an die Gefährdungsbeurteilung hat er dort in internen Quali-fizierungsmaßnahmen (z. B. Teilnahme an den jährlichen, zweitägigen Berater:innen-Fortbildungen), in über 30 Projekten und weit über 400 Workshops zur vollen Zufriedenheit der Aufsichtspersonen und Auftraggeber:innen eingesetzt. Er ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. und zertifizierter systemischer Organisationsberater gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Organisationsberatung e.V.