Nicht nur im Kontext Sport und Bewegung heißt es, man soll viel trinken. Aber stimmt das? Wie viel sollte ich am Tag wirklich trinken? Warum ist viel trinken angeblich so wichtig?

Vielen Menschen fällt es generell schwer, die empfohlene Tagesmenge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, sich bewusst zu machen, wie wichtig dieses Thema für die Gesundheit ist und was Sie tun können, um Ihr eigenes Trinkverhalten zu optimieren.

Wie der Körper Flüssigkeit abgibt

Wir verlieren jeden Tag über verschiedene Wege eine Menge Flüssigkeit (ca. 2,5 Liter). Neben dem Harn scheiden wir Wasser über die Atmung und die Haut aus:

Durch die sogenannte „aerobe Atmung“ wird H2O (Wasser) frei und über die Atemwege abgegeben. Dieses Phänomen ist beispielsweise bei kaltem Wetter sichtbar, wenn der warme Atem als Wasserdampf ausgestoßen wird.

Die Haut gibt abhängig von der Jahreszeit und Anstrengung ebenfalls Flüssigkeit ab. Im Sommer oder beim Sport ist es daher sehr wichtig, vor allem regelmäßig zu trinken. Aber auch im Winter darf das Trinken trotz mangelndem Durstgefühl nicht vergessen werden.

Nicht nur beim Sport sondern auch im Alltag

Unser Körper besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser. Das Gehirn ist dabei eines der wasserreichsten Organe.

Steht dem Blut nicht genug Flüssigkeit in Form von H2O zur Verfügung, wird der Sauerstoff- und Nährstofftransport erschwert und somit die Kommunikation der Hirnzellen gestört.

Auf diese Weise verschlechtert sich das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit von Körper und Psyche wird herabgesetzt. Auf „Vorrat“ viel zu trinken, damit das Wasser „gespeichert“ wird (wie etwa bei Kamelen) funktioniert nicht. Der Flüssigkeitsverlust sollte regelmäßig ausgeglichen werden.

Wasseraufnahme lässt im Alter nach

Es wird beobachtet, dass ältere Menschen weniger Flüssigkeit zu sich nehmen und bei warmem Wetter eher zu Dehydrierung neigen als jüngere. Warum das so ist, konnte wissenschaftlich bisher noch nicht belegt, sondern nur vermutet werden.

Laut Bild der Wissenschaft zeigte eine Studie, dass ältere Probanden bei etwa gleichem Durstgefühl nicht einmal die Hälfte der Menge tranken, welche die jüngeren zu sich nahmen. Dennoch berichteten sie von einem gleich starken Sättigungsgefühl. In unseren Quellen ließ sich leider kein Hinweis finden, auf welche Art das subjektive Durstgefühl ermittelt wurde – dies bedeutet die Schwächung einer evidenzbasierten Empfehlung.

Dennoch bleibt unser Appell an die älteren Leser: Trinken sie lieber einmal mehr als nach ihrem subjektiven Empfinden und/oder achten Sie auf die tägliche Menge in Liter.

Schlusswort

Da es so vielen Menschen schwer fällt, die empfohlene Tagesmenge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen, folgt hier unser Rat:
Oft liegt es daran, dass sie erst dann trinken, wenn sie Durst haben. Durst an sich ist bereits ein Alarmsignal des Körpers.

Wenn sie keinen Durst verspüren, dann „vergessen“ viele das Trinken. Sollte Ihnen das bekannt vorkommen, raten wir Ihnen, sich stets selbst bewusst zu machen, wie viel Flüssigkeit Sie bisher getrunken haben.

Beispielsweise gibt es Karaffen oder große Gläser, die mit eingravierten Skalen auf die Menge des zu trinkenden Inhalts hinweisen. Eine nützliche und je nach Gestaltung auch stylische Unterstützung am Schreibtisch. Mit diesen Worten wünschen wir eine gesunde Woche!


Im Artikel der nächsten Wochen werden wir uns näher mit dem Thema „Leitungswasser und Mineralwasser im Vergleich“ befassen. Wenn Sie erfahren möchten, worauf Sie im Herbst in puncto Bewegung achten sollten, dann lesen Sie unseren letzten Artikel Bewegung im Herbst.




Weiterführende Literatur:

Zentrum der Gesundheit: Trinkwasser.

welt.de: Wie viel Wasser ist wirklich gesund?.

welltec: Wasser fördert die Konzentrationsfähigkeit.

Stiftung Warentest (test.de): Leitungs­wasser und Mineral­wasser: Der große Wasser­check .

Sucht. Schweiz: Alkohol im Körper – Wirkung und Abbau.

wissenschaft.de: Warum ältere Menschen weniger Durst haben.

Stern: Ist Wasser mit Kohlensäure ungesund?.


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