Immer mehr Frauen und Männer stehen vor der großen Herausforderung, Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Das durchschnittliche Alter einer deutschen Frau bei der ersten Geburt liegt bei 29 Jahren und steigt zunehmend an. Aber was tun, wenn es zu wenig Kitaplätze gibt und der/die Arbeitgeber*in keine betriebseigene Kita hat? Auch wegen des demografischen Wandels sind Unternehmen gefordert, Lösungen zu finden und Maßnahmen zu schaffen, um ihre Mitarbeiter*innen auch künftig ans Unternehmen zu binden und Fachkräfte zu gewinnen.

Familienfreundliche Personalpolitik hat viele Vorteile.

Das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik hat in einer Studie belegt, dass familienbewusste Unternehmen wirtschaftlich effizienter sind. Die Ergebnisse zeigen, dass sie über einen besseren Bewerberpool verfügen, eine höhere Rückkehrquote haben und eine geringere Fehlzeitenquote aufweisen. Zudem wird durch Familienfreundlichkeit im Unternehmen die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter*innen ist höher.

Was können Unternehmen also machen, um sich familienbewusst aufzustellen?

Familienfreundliche Maßnahmen

Laut eines Monitoring des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind Arbeitgeber*innen besonders familienfreundlich, wenn sie ihren Beschäftigten flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Telearbeit und Sonderurlaub bei Krankheitsfällen anbieten. Ein Faktor sei auch das Vorhandensein vieler Teilzeitarbeitsplätze. Hier sollte es natürlich nicht aufhören, denn auch Kinderbetreuungszuschüsse, Belegplätze, ein Familienservice oder das Eltern-Kind-Büro bei einem Notfall sind eine große Unterstützung für berufstätige Frauen und Männer.

Familienbewusste Führungskräfte

Auch Führungskräfte nehmen eine wichtige Rolle ein. Ein aktives Bekenntnis zu familienbewussten Maßnahmen sowie die eigene Inanspruchnahme fördern das Vertrauen der Mitarbeiter*innen.
Da die gesetzlichen Vorschriften Unternehmen bezüglich der Einrichtung oder des Baus betriebseigener Kitas vor eine große Herausforderung stellen, sollten sowohl kleine als auch große Unternehmen ihren Beschäftigten Alternativen anbieten.


Wie Sie Ihr Unternehmen familienfreundlich gestalten können, erfahren Sie in unserem zweiten Blogbeitrag zu diesem Thema. Bei weiteren Fragen, Interesse oder Anregungen schreiben Sie uns gerne per E-Mail oder über das Kontaktformular.

Ihr Team VisionGesund.




Weiterführende Literatur:
Scherkamp, H. (2015): Warum Startups jetzt Kitas bauen müssen. [Stand: 30.09.2015].

Bundesverband dere Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) (2012). Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft. Aus der Praxis für die Praxis. [Stand: 30.09.2015].


Bildernachweis:
Urheber*in: J Carter / Pexels