Heute ist der internationale Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Wir nehmen das zum Anlass, über ein vernachlässigtes, aber relevantes Thema nachzudenken: Stress. Die Lösung: Resilienz. Und was hat das mit Arbeitsschutz zu tun? Beginnen wir von vorne:

 

Arbeitsschutz – Was bedeutet das eigentlich?

Schätzungen der ILO (International Labour Organisation) zufolge, sterben weltweit täglich mehr als 6.000 Menschen aufgrund arbeitsbedingter Unfälle oder Krankheiten. Dabei betreffen die meisten Krankheiten das Muskel-Skelett-System, beispielsweise starke Rückenleiden. Laut einer Erhebung der INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) fallen die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen dabei allerdings gering aus.

Betroffen von arbeitsbedingten Erkrankungen sind also nicht nur, wie man vielleicht vermuten könnte, körperliche Handwerksberufe, sondern insbesondere auch Tätigkeiten in der Medien-, IT- & Kommunikationsbranche. Vieles Sitzen und die Arbeit vor dem Bildschirm belasten den Körper – und auch die Psyche.

Prävention – den Belastungen entgegenwirken!

Doch wie verhindert man am besten, dass es überhaupt erst zu Beschwerden kommt? 3 Säulen sorgen für eine körperliche Gesundheit und volle Leistungsfähigkeit:

1. Ausreichend Bewegung! Außerdem liefern Ergonomische Richtlinien eine gute Orientierung zu einer gesunden Arbeitsweise.

2. Auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung hilft, um bestmögliche physische und psychische Leistungen abzurufen.

3. Und zu guter Letzt als wohltuender Ausgleich: Gönnen Sie Ihrem Körper Schlaf! Nur so kann er regenerieren, Optimierungsprozesse starten und neue Energie schöpfen!

Energie schöpfen – stark gegen Stress

Energie schöpfen ist das Stichwort: Denn Stress ist ein Faktor, der oftmals unterschätzt wird. Psychische Belastungen gehören zum Alltag. Zu negativen psychischen Belastungen werden sie durch den Umgang und die Rahmensituation. Wirken zu viele Belastungen auf einmal auf ein zu diesem Zeitpunkt ohnehin emotional instabiles Individuum, kann der Druck schnell zu hoch werden. Erkrankungen sind die Folge.

Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit im Umgang mit emotional und mental herausfordernden Situationen.

Für jemanden, der gut mit Stress umzugehen weiß, werden die alltäglichen psychischen Belastungen (z.B. am Arbeitsplatz) nicht so schnell zu negativen Belastungsfaktoren. Das Gute: Resilienz kann genauso trainiert werden wie ein Muskel!

 

Wie werden Sie zu einer resilienten Person, die sämtliche stressigen Situationen scheinbar mit Leichtigkeit meistert?

 

1. Soziale Beziehungen

Menschen sind soziale Wesen, das heißt, Kontakte zu Anderen geben uns Kraft. Gespräche, Vereine, gemeinsame Erlebnisse, Unterstützung und das Gefühl, verstanden zu werden und nicht allein mit Problemen dazustehen, wirken sich enorm auf die gesamte Lebenssicht aus.

 

2. Suche nach dem Sinn

Wofür stehen wir? Wofür handeln wir? Welchen Zweck erfüllen wir in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz, im Alltag und unserem Privatleben?
Ein Hobby, das Ihnen Glücksgefühle bereitet, anderen helfen oder einfach ein*e gute*r Freund*in, Mutter oder Vater sein – Es gibt immer Gründe, wofür sich Anstrengung und Stress lohnen. Dadurch werden diese auch ganz anders bewertet.

 

3. Positives Denken

Es gibt stets zwei Seiten einer Situation, die Welt ist nicht schwarz oder weiß… Sie ist bunt! Das klingt für die/den eine*n oder andere*n vielleicht nach Kalenderspruch, doch die Perspektive auf Situationen lässt sich trainieren. Schulen Sie Ihren Optimismus!

 

Schlüssel zur Stressreduktion: Achtsamkeit

Die vierte Säule der Prävention sowie der Resilienzförderung stellt die Selbstliebe dar. Aktive Entspannungsmaßnahmen wie Meditations- und Achtsamkeitsübungen fördern das Körper- sowie das Selbstbewusstsein. Mehr Infos zum häufig thematisierten Bereich Achtsamkeit liefert unser nächster Blogbeitrag!

 B is dahin wünschen wir Ihnen eine stressfreie Zeit! Werfen Sie doch auch mal einen Blick in Ihr näheres Umfeld, Ihren Betrieb? Eine Gefährdungsbeurteilung kann helfen, psychische Belastungen einzuordnen und potenzielle Gefahren zu dämmen. Darüber hinaus dient eine Mitarbeitendenbefragung zur Einschätzung von Verbesserungspotenzialen in den betrieblichen Strukturen und sämtlichen Themenfeldern.

Ihr Team VisionGesund.





 

Hier finden Sie alle Teile unserer Beitragsserie zum Thema Achtsamkeit & Resilienz!

#1 Resilienz – gegen Stress gerüstet.

#2 Definition Achtsamkeit – bewusst durch den Alltag.

#3 Umsetzung Achtsamkeit – 7 Ansätze zum achtsamen Alltag.





Weiterführende Literatur:

ILO (International Labour Organisation): Bedeutung der ILO für Deutschland.

INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit): Monitor. Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt.

DGB(Deutscher Gewerkschaftsbund): Index Gute Arbeit: Arbeiten am Limit. Schwerpunkt Arbeitsintensität.

BARMER: Die psychische Widerstandskraft.

APA (American Psychological Association): Index Gute Arbeit:Building your resilience.

psyGA: Daten und Fakten.


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Urheber: Andrea Piacquadio / Pexels