Gut geschlafen?

Einschlafen, Durchschlafen, zu wenig schlafen – jede*r dritte Deutsche leidet laut einer Studie der TK unter Schlafproblemen, jede*r Zehnte schläft sogar chronisch schlecht. In den vorangegangen Beiträgen haben wir den großen Teil unseres alltäglichen bzw. nächtlichen Lebens und seine elementare Funktion für unseren Körper betrachtet.

Ein guter und erholsamer Schlaf ist enorm wichtig. Aber wie kann man darauf Einfluss nehmen? – Stichwort: Schlafhygiene.

 

Schlafhygiene – was ist das?

Hygiene impliziert Verhaltensweisen, die gesundheitsfördernd sind. Schlafhygiene bezeichnet also sämtliche Handlungen und Bedingungen, die einem gesunden Schlaf dienen. Dazu gehört sowohl eine optimale Schlafatmosphäre als auch der eigene Beitrag. Wie so vieles, ist auch der Schlaf und das Schlafverhalten jeder Einzelperson individuell und so funktionieren auch für jede*n andere Zubettgeh-Rituale – und -Zeiten. Probieren Sie also selbst aus, welche Abend-Routine Ihnen wirklich guttut!

Eine Anmerkung vorweg: Das berühmte Gläschen Wein vor dem Schlafengehen ist nicht förderlich für eine gute Schlafqualität!

Faktoren der Schlafqualität

Wir verraten Ihnen, wie Sie sich am besten ins Bett bringen und welche Faktoren für einen erholsamen Schlaf sorgen.

Externe Faktoren

Zu den externen Bedingungen, die unseren Schlaf maßgeblich beeinflussen, zählen neben Lichtverhältnissen und einer idealen Matratze insbesondere die Raumtemperatur und Luftqualität.

Im Schnitt sollte die Temperatur im Schlafzimmer um die 16 °C – 18 °C betragen: Ein zu kalter Raum sorgt für eine kontinuierliche Muskelspannung, um Wärme zu erzeugen, ist die Umgebung zu warm, kann der Körper nicht abkühlen. Studien ergaben, dass eine hohe Luftzirkulation ebenfalls einen positiven Effekt auf die Schlafqualität hat.

 

Interne Faktoren

Eine optimale Regeneration wird durch einen gesunden Lebensstil erleichtert: Ernährung, Bewegung, Entspannung, mentale Einstellung.

Die ausgewogene Ernährung versorgt Ihren Körper mit allen Vitalstoffen und führt zu einem ausbalancierten Hormon-Haushalt. Selbst wenn Sie nach dem Alkoholkonsum das Gefühl haben, tief zu schlafen, ihre Schlafphasen werden häufiger unterbrochen; außerdem ist der Körper mit dem Abbau des Giftstoffs beschäftigt, anstatt sich dem eigentlichen Erneuerungsprogramm zu widmen.

Bewegung ja, aber intensiver Sport sorgt für die Ausschüttung aktivierender Stoffe und Anspannung der Muskulatur. Ähnlich verhält es sich mit Stress bzw. negativen Gedanken.

Übrigens: Wer einen stressigen Alltag pflegt, tut gut daran, einen kurzen Powernap einzulegen; auf Deutsch: ein Nickerchen von 20 Minuten, um nicht in die Tiefschlafphase zu rutschen. Das spendet Energie und wirkt präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Erschöpfungssyndromen. An der nächtlichen Schlafenszeit sollte sich dadurch allerdings nichts ändern!

Zusammengefasst

3 VisionGesund-Tipps, die für jede*n gelten:

1. Fenster auf! Wenn nicht in der Nacht, dann lüften Sie doch zumindest eine Stunde vor dem Zubettgehen gut durch.

2. Leben Sie gesund. Ihr Körper arbeitet mit dem und reagiert auf das, was er bekommt. Das wirkt sich auch auf Ihre Schlafqualität aus.

3. Entspannen Sie sich: Schaffen Sie sich Ihre persönliche Abendroutine. Ob Lesen, Meditieren oder Kuscheln – erlaubt ist, was Ihren Körper herunterfährt.

„Gut geschlafen?“ statt „Guten Morgen“ – Schlafen im Betrieb

Macht man sich bewusst, wie essenziell der Schlaf für unsere Leistungsfähigkeit ist, ist es erstaunlich, wie wenig Beachtung er hierzulande im Arbeitsleben findet. Dabei sind ausgeschlafene Arbeitskräfte gesünder, produktiver – und somit Katalysatoren des Unternehmenserfolgs.

Die frühe Sensibilisierung der Arbeitenden für eine optimale Schlafhygiene, bspw. durch Impulsvorträge, ist ebenso Teil bei der Schaffung eines Gesundheitsbewusstseins wie die Aufklärung über Ernährung, Bewegung und Ergonomie!